ADA – Algorithmen Denken Anders

Ada Lovelace (1815-1852), die ganz ohne Computer und rein durch informatisches Denken Geschichte als erste Programmiererin schrieb, ist Namensgeberin des Projektes ADA – Algorithmen Denken Anders.

Das Projekt ADA steht für eine kreative Auseinandersetzung mit informatischem Denken, das alle Bereiche der Digitalisierung, die für Innovation, Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung sind, gestaltet. Damit alle Talente der Gesellschaft gefördert werden, stellt das Projekt eine der größten deutschsprächigen Materialsammlungen zum informatischem Denken für Kinder und Erwachsene dem online-hub ADA zur Verfügung. ADA bietet auch einen Anreiz zur kritischen Bewusstseinsbildung über Technologie und Technologieentwicklung, mit der Computerspielen und Animationen, entwickelt bei “Hackaton for Good AI”, und sorgt durch “Tagesbuch der Informatikerin” für Vorbilder für Mädchen.

Das informatische Denken (ID)

KinderUni Wien 2018

Das informatische Denken (ID) kann in allen Altersstufen vom Kindergarten bis zur Reifeprüfung, und natürlich auch darüber hinaus, gelernt und gelehrt werden. Das ID vertieft das Verständnis für Algorithmen und Logik in allen Feldern der Wissenschaft, sei es Physik, Chemie, Biologie, Astronomie, Mathematik oder seien es die Geistes- und Humanwissenschaften (Einsatz der Informationstechnologie). Eine der größten Materialsammlungen zum informatischem Denken ist CS Unplugged (Computer Science Unplugged), die die Konzepte und die Denkweise des ID durch anregende Spiele und Aufgaben mit Karten, Bindfaden, Wachsstiften und viel Bewegung vermittelt. CS Unplugged ist frei zugänglich, jedoch sind von den insgesamt 22 Kapiteln leider nur 7 auf Deutsch verfügbar. Deswegen setzt sich das Projekt dafür ein, die vollständige Sammlung auf Deutsch mit Illustrationen, Computerspielen, und Videos zur freien Nützung zu stellen. Dies soll unter Beratung des Co-Autors, Prof. Michael Fellows (Uni. Bergen) erfolgen. Die erste Experimenten sind schon verfügbar.

Das größte menschliche Sortiernetzwerk der Welt

Sortiernetzwerke werden von zahlreichen Algorithmen verwendet und sind ein wesentlicher Teil von CS Unplugged. Im September 2019 werden zum ersten Mal 50 SchülerInnen aus Oberstufen parallel Sortiervergleiche auf einem Netzwerk durchführen, das auf eine Fläche von 6000 m2 gezeichnet wird. Ähnliche, kleinere menschliche Sortiernetze mit bis zu 25 Schulkindern wurden in der Vergangenheit schon durchgeführt, aber mit der geplanten Veranstaltung wird Wien in die Geschichte eingehen. Mehr über Sortiernetzwerken hier.

Tagebuch der Informatikerin

Die Schülerinnen in Wien werden die Möglichkeit bekommen, erfolgreiche Informatikerinnen der Wiener Universitäten in einstundigen Diskussionen begegnen zu können und Vorbilder für Frauen in Computerwissenschaften zu erleben. Die Diskussionen werden in den Wochen vor dem Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft, 11.2.2020, stattfinden.

Der Hackathon for Good AI

Um die Kluft zwischen ID und Programmieren zu überwinden und einen Anreiz zur Betrachtung gesellschaftlich relevanter Fragen rund um das Thema Algorithmen zu bieten, wird die Aktivität „Hackathon for Good AI“ entwickelt. Die Herausforderung des Hackathons besteht darin, Computerspiele oder Animationen zu entwickeln, die eines der Konzepte des ID (aus dem Material von CS Unplugged bzw. von ADA) in einem story-telling-Kontext enthalten. Die Handlung soll sich dabei auf die sozial relevanten Auswirkungen von Algorithmen beziehen. Die Entwicklung der Spiele soll mit der Programmiersprache Scratch erfolgen, die frei zugänglich ist und weltweit von PädagogInnen und bereits von sehr jungen Kindern verwendet wird. Der Hackathon for Good AI wird SchulerInnen zwischen 10 und 17 Jahren in zwei Kategorien offenstehen.

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Gruppenfoto N. Meister.

Veranstalter

Das Projekt ist geleitet durch das VCLA – ein Kompetenzzentrum für Algorithmen und Logik an der Fakultät für Informatik der Technischen Universität Wien, unter der Leitung von Prof. Agata Ciabattoni und Prof. Stefan Szeider. Es wurde 2011 ins Leben gerufen, um das Bewusstsein um die Bedeutung von Logik und Algorithmen zu stärken – sowohl in der wissenschaftlichen Welt als auch in der breiten Öffentlichkeit. Logik und Algorithmen stehen für eine Vielzahl von Themen und spannen dabei den Bogen von Grundlagenforschung zu industrieller Anwendbarkeit. Die ForscherInnen an der Fakultät für Informatik der TU Wien arbeiten an effizienten Lösungen für algorithmische Probleme, die für künstliche Intelligenz, Datenbanken, Computer Security und das Suchen von Hard-/Softwarefehler von zentraler Bedeutung sind. TU Wien nimmt in diesem wichtigen Gebiet der Informatik eine international herausragende Position ein.

Website

Die Website des Projekts wird in Kürze verfügbar sein.

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